Vorbereitung 13.Sitzung (20.04.2018)

Wir lesen und diskutieren das Kapitel ‘Der Austauschprozess’ (S.99-108)

Hier zur Unterstützung ein paar Fragen an den Text, die wir dann zunächst in Kleingruppen und anschließend im Plenum diskutieren werden:

– Wie stehen Rechtsverhältnis, Willensverhältnis und ökonomisches Verhältnis in Zusammenhang?
– Was sind ökonomische Charaktermasken?
– Worin besteht der Doppelcharakter des Austauschs?
– Warum und wie verdoppelt sich die Ware in Ware und Geld?
(- Wie stellt sich laut Marx die historische Genese der Geldform und der Geldware dar?)
– Worin bestehen die zwei Irrtümer bzgl. der Geldware?
– Wie bestimmt sich die Wertgröße der Geldware?
– Worin besteht der Geldfetisch?

Vorbereitung 12. Sitzung (23.03.2018)

Wir treffen uns wieder bei den Wirtschaftswissenschaften, Seminarraum 16.

Einige waren nicht da – für euch lohnt sich ein Blick in das Sitzungsarchiv (11. Sitzung) ganz am Ende oder direkt unter diesem Post, denn das Fetischkapitel fällt schwer. Das liegt an den Wust-Sätzen, die man sich einfach mal aufschreiben muss. Wir steigen also wieder ein in die Seite 86 (die wir visualisiert haben), versuchen die Fetischismusdefinition aus S. 86 unten rauszuarbeiten, klamüsern S. 88 oben auseinander (was wird da widergespiegelt? als was wird es widergespiegelt?), und widmen uns dann auch den Vergleichen mit anderen Gesellschaftsformen: Wie sind sind Menschen dort vergesellschaftet, abstrakt oder konkret und über welches “Medium” oder “Verhältnis” genau?

Ein paar der alten Fragen waren:

  1. Was bedeutet eigentlich das Wort Fetisch? Zur Inspiration hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Fetischismus_(Religion)
  2. Was wird den Dingen als “gesellschaftliche Natureigenschaft” zugeschrieben? (Achtung Wortspiel)
  3. Was heißt “sachliche Verhältnisse der Personen und gesellschaftliche Verhältnisse der Sachen”?
  4. Was wissen die Menschen nicht und tun es trotzdem? Das ist übrigens ein Bibelzitat aus dem Lukasevangelium, passt auch, weil bald Ostern ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_letzte_Worte
  5. Wer handelt? Die Waren oder die Menschen?
  6. Was meint Marx mit “objektiven Gedankenformen”?

11. Sitzung (16.03.2018) Der Fetischcharakter der Ware

Kapitel 4 des ersten Abschnitts: Der Fetischcharakter der Ware

Weil in der ersten Auflage des Kapital (wir lesen ja die vierte) das Fetischkapitel noch kein eigenständiges Kapitel war, sondern der Fetischismus der Ware als “vierte Eigentümlichkeit der Äquivalentform” behandelt wurde, haben wir uns nochmal die 3 Eigentümlichkeiten der Äquivalentform vergegenwärtigt. Was war nochmal diesie Äquivalentform? Richtig, der Rock (wenn wir in der einfachen Wertform denken), die Ware auf der rechten Seite der Gleichung, die ja nur dafür da ist den Wert der Leinwand auszudrücken –  beziehungsweise das Geld (wenn wir in der Geldform denken, also Abschnitt D aus der Wertformanalyse).

Eine Definition dieser vierten Eigentümlichkeit, also des Fetischismus, steht noch aus, man kann sie nur indirekt herleiten, von S. 86 unten, aber das steht noch aus, denn: wir haben die verwirrenden Sätze auseinanderklamüsert, die auf S. 86 stehen. Das lohnt sich; zusätzlich lohnt es sich, sich die Betonung klarzumachen, sie ist hier rot unterstrichen:

Am Ende kommt im Grunde raus, dass das gesellschaftliche Verhältnis der Menschen eine phantasmagorische Form annimmt, nämlich die Form eines Verhältnisses von Dingen. Deshalb treten auch die Waren bislang immer als Akteure auf, sie sind die Subjekte und nich die Objekte – anstatt dass die Menschen die Subjekte wären.

Wir haben uns außerdem bewusst gemacht, dass Marx einen stilistischen Schwenk macht: Vorher bemühte er ganz viele Metaphern und Analogien aus dem naturwissenschaftlichen Bereich (Chemie und Physik): “Atome Gebrauchswert”, “Gallerte”, “Mikroskop”, “Schwere von Körpern”. Jetzt kommen die Metaphern vor allem aus dem Bereich der Religion und Spiritualität: “theologische Mucken”, “sie wissen es nicht aber sie tun es” (s. Jesus: “Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun”), “sinnlich übersinnlich”.

Außerdem ist der historische Kontext bemerkenswert, in dem Marx dieses Kapitel verfasst: Der Kolonialismus wütet; vermeintlich aufgeklärte Europäer*innen treffen auf vermeintlich primitive Wilde, die Gegenstände anbeten. Marx führt diesen Herrenmenschen nun vor, dass sie in ihrer gesellschaftlichen Praxis nichts anderes tun als einem Fetischismus zu frönen: dem Wert, vor allem in seiner dinglichen Erscheinungsform des Geldes.

Vorbereitung 10.Sitzung (09.03.2018)

Wir befinden uns weiterhin mitten in der Wertformanalyse wollen die aber am kommenden Freitag abschließen. Dafür lest nochmal die entscheidenden Stellen zu den 3 Eigentümlichkeiten der Äquivalentform Seite 70-74.

Wir treffen uns wie den ganzen März über wieder bei den WiWis im Seminarraum 16 im dritten Stockwerk.

Neu im Sitzungsarchiv

DERZEIT (Semesterferien) TREFFEN WIR UNS BEI DEN WIWIS IM SEMINARRAUM 16. NUR KARFREITAG FÄLLT AUS, SONST TREFFEN WIR UNS WEITER. AM 13.4. GIBT ES EINE WIEDERHOLUNGSSITZUNG MIT ZUSAMMENFASSUNG, DAMIT ALLE WIEDER MITEINSTEIGEN KÖNNEN.

Wir versuchen relativ zeitnah immer die vergangene Sitzung nochmal zusammenfassend im Sitzungsarchiv wiederzugeben. Das ist auch als Protokoll zu verstehen, was ja von euch gewünscht war. Dort Verweisen wir dann ggf. auch auf die Menüpunkte Begriffsbestimmungen oder Inputs.

9.Sitzung 02.03.2018

Die Wertform oder der Tauschwert – aka Wertformanalyse

Wir haben die Übergänge von der einfachen zur totalen zur allgemeinen Wertform zur Geldform besprochen – was im Kapital die Abschnitte A, B, C und D sind. Bevor wir in die Tiefe gehen können, haben wir uns jetzt also einen Überblick über das Kapitel erarbeitet, über den Gang der Argumentation. Eine wesentliche Sache mussten wir uns vergegenwärtigen: Wir befinden uns im Kapitalismus und nur für diesen gilt diese Wertformanalyse. Das heißt: Abschnitt A ist nicht, was die Römer gemacht haben oder so und Abschnitt C dann irgendwann in der industriellen Revolution und D dann um 1850. SO IST ES NICHT GEMEINT, auch wenn Marx auf S. 80 zu so einer Interpretation ein wenig einlädt (Achtung: Marx kritisch lesen;-)). Stattdessen macht Marx einen “Freeze” des damaligen – bereits kapitalistischen – Status quo und seziert diesen. Auch er hatte bereits, wie wir heute, D als Realität vor Augen: wir versuchen im Supermarkt nicht n Paar Schuhe gegen Käse zu tauschen, sondern geben dem Kassierer Geld. Aber anders als die bürgerlichen Ökonomen nimmt Marx das nicht einfach als Ausgangspunkt oder Tatsache hin, sondern fragt wie es zu D logisch überhaupt kommt. Er seziert also D und weist nach, dass D nichts anderes ist als A, dann B, dann C.

Zusätzlich haben wir uns das Verhältnis von logischer und historischer Darstellungsweise in der Wertformanalyse (vgl. S.80) angeschaut, wo Marx historische Andeutungen macht, und dabei kurz erwähnt wie das die verschiedenen Lesarten handhaben: Für die traditionell-marxistische Lesart mit ihrem teleologischen Geschichtsverständnis entspricht die logische Darstellungsweise der historischen Abfolge (also: Ganz früher gab es schon A, dann wurde die Gesellschaft komplexer und es gab B und dann C und dann haben sich die Produktivkräfte so krass entwickelt, dass es zu D kommen musste). Der Neuen Marxlektüre kommt es eher nur auf die logische Entwicklung der Wertform zur Geldform an, ihr historisches Zustandekommen interessiert sie nicht, was ihrem wenig ausgeprägten Interesse am historischen Entstehungs-/Konstitutionsprozess des Kapitalismus entspricht. Die Wertkritk hingegen betrachtet sowohl die logische als auch die historische Analyse, sagt aber dass diese gegenläufig waren, es sich historisch also anders zugetragen hat als es sich logisch darstellt, was ihrem kontingenten Geschichtsverständnis entspricht.

Die 3 Eigentümlichkeiten sind noch nicht geklärt worden, nächstes Mal dann aber wirklich. ???? Und geklärt ist auch noch überhaupt nicht abschließend, was Marx mit dem Kapitel eigentlich ja verpricht: Warum in aller Welt nimmt der Wert nun genau diese Form des Geldes an (das haben wir immerhin halb geklärt) UND wie genau hängt nun “Arbeit” mit dem Geld zusammen (das fällt nämlich meistens ziemlich unter den Tisch, ist aber wesentlich!)?

Die ausgefüllte Tabelle findet ihr bei den Begriffsbestimmungen.

 

Vorbereitung 9. Sitzung (2.3.2018)

Wir treffen uns drüben bei den WiWis im Seminarraum 16.

Ihr könnt euch weiterhin anhand der Tabelle das 3. Kapitel erschließen, damit wir dann mit den 3 Eigentümlichkeiten der Äuivalentform starten können (das ist noch Abschnitt A) und bis zum Geld (Abschnitt D) vordringen.

 

Vorbereitung 8.Sitzung (23.02.2018)

Hallo, wir treffen uns wie letztes Mal im Ziegenledersaal, der Raum neben dem StuRa im EG des Seminargebäudes. Ab März dann bei den Wiwis.

Thema wird der dritte Abschnitt des 1.Kapitels sein: “3. Die Wertform
oder der Tauschwert.” – auch bekannt als Wertformanalyse. Lest dafür
bitte die Seiten 62 – 85. Die angehängte Tabelle und der Auszug aus dem
Inhaltsverzeichnis soll euch dabei helfen die Wertformanalyse zu
erfassen, bitte versucht sie doch die Tabelle beim lesen auszufüllen, da
man sonst schnell den Überblick verliert. Die Tabelle ist dann die
Diskussiongrundlage für unser Treffen. (Die Frage, die Marx hier stellt
und beantworten will ist im Grunde: Warum nimmt der Wert genau DIE Form an, die er annimmt? Oder anders: Warum erscheint der Wert ausgerechnet im Geld?).

Ablauf 8.Sitzung:

A: Abschluss der Dikussion zur Produktivkraftsteigerung (15min)
B: Kleingruppenarbeit zur Wertformanalyse auf Grundlage euerer Tabellen
(45min)
C: Zusammenführung der Ergebnisse und strittigen Punkte der
Kleingruppendiskussion (45min)
D: Ergebnisse festhalten, Diskussion reflektieren (15min)

Wertformanalyse Tabelle neu

Vorbereitung 7.Sitzung (16.02.2018)

Erstes Kapitel – Die Ware / 2. Doppelcharakter der in den Waren dargestellten Arbeit  S.56-61

sowie Vorbereitung: 3. Die Wertform oder der Tauschwert S.62-85

Ablauf:

A: Doppelcharakter abschließen:
wir machen von da aus weiter wo wir das letzte mal aufgehört haben, also mit der Bestimmung der Wertgröße.
Auch will ich nochmal ein paar Punkte aus dem Kapitel vertiefen, dazu
lest doch nochmal folgende Textstellen.
1. gesellschaftliche Teilung der Arbeit: 56 letzter Absatz bis 57 erster
Absatz
2. Implikationen der Produktivkraftsteigerung: 60 vierter Absatz bis 61
erster Absatz

B: Unklarheiten beseitigen:
Auch können wir nochmal gemeinsam auf bisherige Unklarheiten des
1.Kapitels eingehen.

C: Input zu Lesarten:
Zudem werde ich einen kleinen Input vorbereiten zur Dialektik von
Konkretem und Abstraktem und zu den unterschiedlichen Lesarten in
Hinblick auf das Kapitel.

D: Wertformanalyse vorbereiten:
Des Weiteren fangt doch schonmal an das nächste Kapitel ‘3.Die Wertform
oder der Tauschwert’ (S.62-85) zu lesen, verschafft euch zumindest einen
Überblick über die einzelnen Unterkapitel, da ich mit euch in
Vorbereitung der 8.Sitzung, eine Tabelle erstellen will mit deren Hilfe
ihr das Kapitel gut vorbereiten könnt damit wir es dann beim
übernächsten Mal gut verdaut kriegen.

[Lasst euch von dem 3. Kapitel nich abschrecken, es ist beim erstmaligen
lesen das schwierigste und nervigste. Freut euch einfach beim lesen
schon auf das 4.Kapitel über den Fetischcharakter der Ware, m.E. das
schönste.]

E: Reflektion:
Am Ende will ich nochmal kurz, gemeinsam die bisherige Lesekreismethodik auswerten und ggf. Änderungswünsche besprechen